Größter Kanalknotenpunkt der Welt | Stadt Datteln
Das Bild zeigt verschiedene Künstler, die 2022 im Programm des Kulturbüros der Stadt Datteln auftreten

Weihnachts- und Neujahrsgrüße von Bürgermeister André Dora
Das Bild zeigt Bürgermeister André Dora am Rathaus.

Liebe Dattelnerinnen, liebe Dattelner,

man muss kein großer Fan von Weihnachten sein, um zu erkennen, was dahintersteckt: Das Weihnachtsfest soll uns Frieden und Freude bringen. Eine eindeutige Botschaft. Vieles könnte so einfacher werden. Aber einfach kann ja jeder.

In manchen Jahren mussten Sie, liebe Dattelnerinnen und Dattelner, häufiger ihre Wohnungen und Häuser verlassen, weil irgendwo der Verdachtsfall eines Blindgängers aufkam. Von Blindgängern sind wir in diesem Jahr glücklicherweise verschont geblieben – außer rostiger Metallteile ist nichts gefunden worden.

Schön anzusehen war die Aktion gegen Gewalt an Frauen, als das Rathaus zum „40. Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ in Orange angestrahlt wurde. Es ist schade, dass solche Aktionen erforderlich sind. Aber wir müssen die Gesellschaft weiter für dieses Thema sensibilisieren.

Ich freue mich sehr, dass wir die im Dezember gestarteten Impfaktionen – sei es beim DRK, in der Vestischen Kinder- und Jugendklinik oder im St.-Vincenz-Krankenhaus – ins Schwarze getroffen haben: Die Impfungen werden angenommen. Und es ist genug Impfstoff da, der verimpft werden kann. Was mich sehr freut.

Ganz besonders freue ich mich darüber, dass wir seit Anfang November offizielles Mitglied des Riga-Komitees sind. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag dafür, dass die Menschen nicht vergessen werden, die 1941 und 1942 – auch aus Datteln – nach Lettland deportiert und ermordet worden sind. Wir sind nicht verantwortlich für das, was damals geschehen ist. Aber wir sind verantwortlich dafür, dass es nicht wieder geschieht.

60 Bürger*innen haben sich mit insgesamt 97 Vorschlägen an einem Namen für die neue Brücke über das Dattelner Meer beteiligt: „Dattelner-Meer-Bogen“, „Regenbogenbrücke“ und „Markfelder Brücke“ waren die Vorschläge, die der Jury am besten gefallen haben. Leider haben sich Straßen.NRW bzw. die beteiligten Ministerien bis jetzt noch für keinen Vorschlag entscheiden können.

Wie sportlich wir Dattelner sind, haben wir bei unserer Aktion „Datteln um die Welt“ gezeigt. In 65 Tagen haben 172 Teilnehmer*innen über 40.075 Kilometer ersportelt. Das sind respektable Leistungen – wie auch unser Einsatz beim Stadtradeln, an dem Datteln in diesem Jahr zum zweiten Mal teilgenommen hat: 263 Dattelner*innen haben dabei fleißig mitgeholfen und sind 57.862 Kilometer geradelt. Und der Kreis Recklinghausen wurde als bester „Newcomer“ in zwei Kategorien ausgezeichnet: als fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern und fahrradaktivstes Kommunalparlament der Kommunen mit mehr als 500.000 Einwohnern.

Ein kultureller Abend mit einer besonderen Atmosphäre war das Kulturpicknick mit Spontan am Rathaus. Die Veranstaltung war nicht nur ausverkauft, sondern kam auch so gut an, dass es im nächsten Jahr die ein oder andere Folgeveranstaltung in unserem schönen Rathauspark geben wird. Schade ist allerdings, dass wir den 25. Geburtstag des Kulturbüros in diesem Jahr nicht so feiern konnten, wie wir es eigentlich vorgehabt hatten …

Nachdem die Friedenskirche nicht mehr für die NachtSchnittchen in Frage kam, mussten wir einen neuen Standort finden. Und das Kulturbüro wurde sofort fündig: Die NachtSchnittchen finden am 31. Januar 2022 zum ersten Mal wieder im Katielli-Theater statt – getreu der Devise: zurück zu den Wurzeln. Immerhin haben die Schnittchen genau dort ihre „Karriere“ in Datteln begonnen.

Geheiratet wurde schon immer. Seit einiger Zeit trauen sich die Paare nicht nur bei uns im Rathaus, sondern auch im Jammertal und im Dorfschultenhof. Neuerdings geht das auch in Horneburg im Café klein glücklich und im Haus Vogelsang in Ahsen, die wir als neue Trauorte für Datteln gewinnen konnten.

Ein Gewinn für unsere Jugend ist der mobile Jugendarbeiter, der im Mai seinen Dienst in Datteln angetreten hat. Er sagt: „Wir können nicht davon ausgehen, dass die Jugendlichen in unsere Einrichtungen kommen, deshalb finde ich es wichtig, auf der Straße zu sein und dorthin zu gehen, wo die Jugendlichen sind.“ Dem kann ich voll und ganz zustimmen.

Im Mai haben wir am „Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie“ zum ersten Mal die Regenbogenfahne am Rathaus gehisst. Aus meiner Sicht ein wichtiges Zeichen gegen Homophobie. Und ich freue mich sehr darüber, dass mich die evangelische Pfarrerin Susanne Kuckshoff und der katholische Pfarrer Heinrich Plaßmann bei dieser Aktion unterstützt haben. So geht Menschlichkeit.

Wir sollten es uns zur Gewohnheit machen, regelmäßig an die zu denken, die dann Dienst schieben, wenn wir längst auf der Couch liegen oder auf dem Weg nach Hause sind. In diesen Tagen sind es wahrscheinlich wieder mal die vielen Pfleger*innen in den Krankenhäusern, aber auch unzählige Ärzt*innen, die über die Feiertage ihren Dienst leisten – die meisten machen das, so scheint es, immer noch gerne. Und allein das ist, angesichts der steigenden Belastung, schon anerkennenswert.

In diesen Tagen denke ich auch an die Kolleg*innen der Feuerwehr, die immer zur Stelle sind, wenn es brennt, die auch dann losmüssen, wenn sie gerade mit der Familie Weihnachten feiern. Oder denken wir an die Kolleg*innen vom Ordnungsdienst oder von der Polizei, die nicht immer nur freundliche Worte zu hören bekommen. Mein großer Dank geht auch an all die, die sich ehrenamtlich engagieren – und wo auch immer – der Gemeinschaft etwas zurückgeben – etwas Menschlichkeit.

Wobei wir wieder beim Anfang angelangt sind. Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, bleiben Sie menschlich, bleiben Sie besonnen und bleiben Sie gesund. Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachten und ein glückliches neues Jahr 2022!

Ihr
André Dora