Archiv | Stadt Datteln
Das Bild zeigt einen Teil der ukrainischen Flagge und die Aufschrift ,Hilfe für Geflüchtete'

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Sporthalle des Comenius-Gymnasiums wird Notunterkunft - Stadtverwaltung bereitet sich auf Gefl├╝chtete aus der Ukraine vor

25.3.2022 - Nachdem das Land NRW in der vergangenen Woche an die Kommunen appelliert hatte, neue Unterbringungsmöglichkeiten für die Ukraine-Geflüchtete in Turn- und Sporthallen zu schaffen, hat die Stadtverwaltung schnell reagiert. Es wurde festgelegt, dass zunächst die Sporthalle des Comenius-Gymnasiums als Notunterkunft hergerichtet werden soll. Werden weitere Kapazitäten benötigt, wird anschließend die große Sporthalle der Gustav-Adolf-Schule hergerichtet und im Anschluss bei Bedarf die Realschulhalle. Sollte das nicht ausreichen, müssten auch weitere Hallen in Anspruch genommen werden.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt Bürgermeister André Dora, „die Halle am Comenius-Gymnasium ist aber aus mehreren Gründen die erste Wahl. Ich bin froh darüber, dass wir in Anbetracht der humanitären Situation diese Lösung in enger Abstimmung mit der Schulleitung gefunden haben – zumal die Sportabiprüfungen in den nächsten Tagen abgeschlossen sein werden. So sind wir hoffentlich in der Lage, vielen Menschen eine Unterkunft zu bieten, die vor dem furchtbaren und sinnlosen Krieg in der Ukraine flüchten. Wenngleich wir wissen, dass die Sporthallen zunächst nur als so genannte Puffereinrichtungen gedacht sind.“

Aktuell laufen die Planungen für die Einrichtung der Sporthalle, die für die Unterbringungen der Geflüchteten nicht umgebaut werden muss. Die Stadtverwaltung ist dabei, alles zu beschaffen, was für die Übernachtung und den Betrieb erforderlich ist. Aktuell geht die Stadtverwaltung davon aus, dass pro Halle 100 bis 120 Geflüchtete untergebracht werden können. Um den Hallenboden vor der Beschädigung durch Betten und Trennwände zu schützen, wird der Schutzbelag für die Dauer der Unterbringung ausgerollt.

Etwa 73 Menschen aus der Ukraine sind bereits in Datteln angekommen; viele sind in privaten Wohnungen untergebracht – und jeden Tag erhält die städtische Koordinierungsstelle für Geflüchtete weitere Angebote für möblierten Wohnraum von den Dattelner*innen. „Ich freue mich über die Hilfsbereitschaft der Dattelner Bürgerinnen und Bürger“, sagt Bürgermeister André Dora, „das hilft uns aktuell sehr gut weiter, zumal wir noch gar nicht wissen, wie viele Menschen aus der Ukraine überhaupt zu uns kommen werden.“