Archiv | Stadt Datteln
Das Bild zeigt einen Teil der ukrainischen Flagge und die Aufschrift ,Hilfe für Geflüchtete'

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Stadt Datteln tritt dem Riga-Komitee bei: André Dora unterzeichnet heute die Beitrittsurkunde im Beisein der Regierungspräsidentin
Das Bild zeigt das Rathaus der Stadt Datteln.

9.11.2021 - In diesem Jahr steht am Gedenktag zur Pogromnacht ein besonderes Ereignis an: Die Stadt Datteln wird dem Riga-Komitee beitreten. Wenn Bürgermeister André Dora heute die Beitrittsurkunde im Sitzungssaal unterzeichnet, wird auch Regierungspräsidentin Dorothee Feller anwesend sein. Aufgrund der begrenzten Platzzahl können nur geladene Gäste teilnehmen.

Aufgabe des Riga-Komitees ist es, an das Schicksal von 25.000 deutschen Jüdinnen und Juden zu erinnern, die 1941 und 1942 nach Riga deportiert wurden und von denen der Großteil im Wald von Biķernieki ermordet wurde. Gemeinsam mit Repräsentanten von 13 deutschen Großstädten hat der Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge das „Deutsche Riga-Komitee“ 2000 in Berlin gegründet.

Mehr als sechzig Städte und Gemeinden haben sich in diesem Komitee bis jetzt zusammengeschlossen, deren jüdische Mitbürger*innen in die Vernichtungslager verschleppt wurden. Um die Erinnerung an nach Riga verschleppte und dort ermordete Dattelner Mitbürger*innen wachzuhalten, hat der Rat der Stadt Datteln im Januar 2020 den Beitritt zum Riga-Komitee beschlossen.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister André Dora und dem Grußwort der Regierungspräsidentin wird Winfried Nachtwei (ehem. MdB) mit seinem Vortrag „Nachbarn von nebenan – verschollen in Riga“ in das Thema einführen. Schüler*innen der Oberstufe des Comenius-Gymnasiums zeigen sechs lebensgroße schattenumrissartige Figuren, die das Schicksal jüdischer Menschen symbolisieren, die sich ihrer letzten Reise ins Vernichtungslager befinden. Musikalische Beiträge wird es von Kristin Seifert (Querflöte), Laura Winnizki (E-Piano) und Matthias Spaeth (Cello) geben.